“Das Genie, das in uns steckt” von David Adam

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"Das Genie, das in uns steckt: Die Möglichkeiten der menschlichen Intelligenz" von David Adam

(Werbelink)

Die Möglichkeiten der menschlichen scheinen unbegrenzt und werden gleichermaßen von der Gesellschaft geschätzt. “Das Genie, das in uns steckt” von analysiert, was die Wissenschaft eigentlich über unsere Intelligenz weiß. Schon in der Einführung wird deutlich, dass dieses Buch kein Fachbuch, sondern eher populärwissenschaftlich ist. Dennoch ist dieses Buch keinesfalls schlecht, da es dem interessierten Leser einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen unseres Gehirns gibt.

Ich habe bereits andere populärwissenschaftliche Bücher gelesen, die alle auf ähnliche Analysen und Studien basieren. Allerdings bietet jedes einzelne dieser Bücher neue Perspektiven und Einblicke in dieses Thema. Offenbar ist das Thema Lernen, ebenso wie Gehirnforschung eine sehr beliebte Thematik. Als Forschungsgegenstand ist unser Gehirn auch lange Zeit ein unerforschtes Objekt gewesen. Erst mit einer Entwicklung der Radiologie im Jahre 1977 bzw. dem ersten MRT (Magnetresonanztomographie) war es möglich, am lebendigen Objekt zu forschen. Der entscheidenden Wissenschaft des 21. Jahrhundert, der Neurowissenschaft, ist es zu verdanken, dass wir heute etwas mehr über die Gehirnfunktionen wissen. Der Wissenschaftsjournalist David Adam beschäftigte sich aus persönlichem Interesse mit diesem Thema und zeigt in der Einführung auch, welche Chancen sich durch die neuen Möglichkeiten ergeben haben. Denn neben der Neurowissenschaft selbst, profitieren auch Psychiater und Psychologen von den Erkenntnissen über unser Gehirn. Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Intelligenz ist, wodurch sie verursacht wird oder wie es zu Minder- und Inselbegabungen kommt? Auch Hochbegabung lässt sich erklären.

Unsere Gehirn-Revolution

In diesem ersten Kapitel geht der Autor auf die Entwicklung der Neurowissenschaft ein und zeigt auf, wie viel Einfluss Neuroenhancement hat. Heutzutage weiß man, wie lernfähig das menschliche Gehirn ist.

Im zweiten Kapital nennt er dann die Mensa-Mitgliedschaft als Beispiel für Intelligenz. Ein sehr prägnantes Beispiel möchte ich meinen, denn tatsächlich ist die Mensa-Mitgliedschaft ein Ausdruck von Intelligenz. Gleichzeitig gibt es einige, die sich bewusst gegen einen IQ-Test und eine Mitgliedschaft im elitären Bereich entscheiden. Auch hier greift jedoch die historische Entwicklung, denn vor dem 20. Jahrhundert war es egal, wie Intelligent man selbst oder seine Nachbarn waren. Schule war in jener Zeit ein Luxusgut, dass sich nicht jeder erlauben konnte. Auch auf die Entstehung des IQ-Test bzw. seiner wissenschaftlichen Vorstufe der Psychometrie geht er in diesem zweiten Kapitel ein. Allerdings geht er hierbei auch darauf ein, wie sich die Intelligenz im Leben eines Menschen auswirken kann.

Auch im dritten Kapitel wendet er sich wieder den historischen Entwicklungen um die menschliche Intelligenz zu und stellt dabei bestimmte Untersuchungen vor, die im historischen Bezug etwas über die Intelligenz aussagten.

Im Kapitel vier geht er dann tatsächlich auf Neuroenhancement ein. Hierbei geht er jedoch zunächst mal auf die psychiatrischen Behandlungsformen ein und wirft dabei auch einen Blick auf die Historie, auch wenn diese hier kleiner ausfällt. Der größere Teil des Kapitels spielt dabei ab Mitte des 20. Jahrhunderts, in jener Zeit also, in der sich nach dem 2. Weltkrieg die heutige Psychiatrie entwickelte und es ab diesem Zeitpunkt keine Elektroschocks mehr gab.

Kapitel 5 geht auf den Unterschied medikamentöser und Verhaltenstherapie ein. Diese können zum Teil auch in Kombination oder zur allgemeinen Verbesserung von kognitiven Leistungen eingesetzt werden. Insgesamt geht er dabei jedoch nicht unbedingt auf unterschiedliche Beispiele ein, sondern beschäftigt sich mit einem Präparat schwerpunktmäßig und es handelt es hierbei nicht um Ritalin.

Im 6. Kapitel wird es abermals historisch, denn hierbei geht er auf die Erkenntnisse des späten 19. Jahrhunderts ein und zeigt, wie die Autopsie die ersten Aufzeichnungen über das menschliche Gehirn brachten. In diesem Zeitalter wurde jedoch hauptsächlich die Gehirne von kriminellen zum Tode verurteilten genommen oder aber Menschen, die ihr Gehirn freiwillig der Wissenschaft spendeten. Auch mit der Analyse von Einsteins Gehirn beschäftigt er sich. Darüber hinaus geht er auf eine beliebte Studie mit Londoner Taxifahrern ein, die ich schon aus dem oben genannten Buch kenne.

Alles nur historisch?

In diesem Buch geht es häufig um die Historie der Gehirnforschung – wie sollte es anders sein. Allerdings erscheint mir dieses Buch somit falscher Erwartungen zu wecken, denn greifbare Erkenntnisse lassen sich aus dieser Forschungsdarstellung wenig ziehen. In einem späteren Kapitel (Kapitel 9) geht er auf die Lernfähigkeit von Emotionen ein und das unser Gehirn ähnlich funktioniert wie ein Muskel, den man auftrainieren kann. In Kapitel 9 liegt der Schwerpunkt dabei auf heutigen Behandlungsformen, wie zum Beispiel die tiefe Hirnstimulation. Auch die Inselbegabungen finden in einem späteren Kapitel noch einmal Zugang.

Fazit

Insgesamt könnte man nun sagen, dass dieses Buch vieles historisches Wissen vereint, aber das es 1. kein Buch für Einsteiger ist und 2. sich nicht für einen Fortgeschrittenen anbietet, da es das bekannte Wissen wiederholt. Dennoch ist dieses Buch sicherlich brauchbar, wenn man eine Sammlung von Studien sowie einfache Erklärungen der fachlich fundierten Ergebnisse sucht.

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