“Die innere Ruhe KANN MICH MAL – Meditation radikal anders” von Fabrice Midal

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Buchcover: Die innere Ruhe kann mich mal

(Werbelink)

“Bleib ruhig!”, “Entspann dich doch mal!”, “Komm runter!”, “Mach doch mal !” – Die guten Ratschläge aus dem Freundes- und Bekanntenkreis sind manchmal echt mit Gold aufzuwiegen, manchmal ebenso überflüssig und nervig.  Gute Tipps sind rar gesät und viel zu oft möchte man einfach sagen: “Die innere Ruhe KANN MICH MAL”. Genau dieses Thema hat zum Anlass genommen, einmal über das Thema Meditation nachzudenken, wodurch das Buch “Die innere Ruhe KANN MICH MAL” entstanden ist.

Meditation ist mehr als “OMM” und “AHH”

Dabei kam er darauf, dass die innere Ruhe eigentlich weniger mit Meditation als vielmehr mit Selbstakzeptanz zu tun. Tatsächlich empfiehlt er, das Leben zu einer täglichen Entdeckungsreise zu gestalten und schließlich zu sich selbst zu finden. Sind Sie also in Wahrheit auf einem Weg, der zu Ihnen passt? Oder erfüllen Sie letztlich nur die Erwartungen Ihrer Mitmenschen? Ganz egal, was es ist, begeben Sie sich zu einer Reise zu sich selbst und hören Sie auf zu meditieren.

Meditation ist eine Handlung, die trotz aller Passivität eine Aktivität einschließt. Auch das Meditieren selbst geschieht unter Anleitung, durch Bücher, Hörbücher und entsprechende Kurse. Meditation ist Technik. Technik, die wir zum Entspannen benötigen oder auch nicht. Meditation radikal anders gedacht würde bedeuteten, mit der Meditation selbst aufzuhören – sich einfach in eine ruhige Ecke zu setzen und nichts zu tun, kann genauso effektiv sein wie sich irgendwelchen Fantasiereisen anzuschließen. Tatsächlich könnte diese Form der möglicherweise auch effektiver sein, da man gedanklich bei sich selbst bleibt und nicht abschweift. Aber ist das nun schon Meditation? Oder ist es vielmehr das, was Menschen vor dem Einschlafen machen sollten, um abzuschalten?

Achtsame Lebensweisen wurden schon in anderen Büchern, wie beispielsweise “Mach mal Platz im Kopf: Meditation bringt’s!” von Andy Puddicombe  beschrieben, und haben auch sicherlich ihren Zweck, sind jedoch nicht der einzige Weg zum Glücklich sein.

Der Weg der eigenen Entscheidungen

Fabrice Midal fordert neben der Aufgabe der Meditation auch noch dazu auf, eigene Entscheidungen zu treffen und ruhig ein wenig nachdenklich zu werden. Wohin möchte ich gehen, wohin vielleicht nicht? Wie viele Entscheidungen wir pro Tag, pro Stunde, sogar pro Minute treffen, ist dabei eigentlich gleich. Wichtig ist, dass es unsere  Entscheidungen sind. Sie müssen nicht logisch oder für andere nachvollziehbar sein, aber für sich selbst gut anfühlen. Wer eine Entscheidung selbst trifft, der trifft sie, weil er hinter dieser stehen kann. Eine einmal getroffene Entscheidung kann dann jedoch nicht mehr zurückgezogen werden. Auf diese Weise leben Sie ein Leben, dass sich an Ihren Wünschen und Bedingungen orientiert. Machen Sie das Beste daraus und lassen Sie sich auch von Bauchentscheidungen leiten.

Alte Routinen aufbrechen

Apfel, Newton ist alt bekannt. Hätte Newton hingegen nicht daran gedacht diesen Zwischenfall zu analysieren, hätten wir wohl nie etwas über Schwerkraft gelernt. Entsprechend kann es nicht schaden, wenn wir alte Routinen aufbrechen. Fabrice Midal rät genau dazu, die alten Routinen aufzubrechen und stets präsent zu sein – ganz wichtig. Denn wer durchgetretene Pfade verlassen möchte oder muss, muss sie erst einmal für sich erkennen. Ganz nebenbei gelangt man so auch in einen Zustand, der fast schon meditativ ist.

Begeistert durch das Leben gehen

Ja, mit Begeisterung geht fast alles einfacher! Brechen wir also die alten Routinen auf und treffen und unsere eigenen Entscheidungen, so sind wir unserer Begeisterung doch schon ein ganzes Stück näher gekommen. Und mit Begeisterung nähern wir uns dann schon fast wieder einer meditativen Leichtigkeit. Diese Freude ist ansteckend und zieht somit nur Positives an. Dies gilt in fast allen Bereichen. Wir ziehen an, was wir selbst ausstrahlen. Strahlen wir also Entspannung aus, bekommen wir diese auch zurück.

In der Ruhe liegt die Kraft – oder, warum zu viel Ruhe auch nicht gut ist

Tatsache ist, dass wir in unserem Alltag immer öfter damit beschäftigt sind für Ruhe zu sorgen, zu entspannen oder wie die Jugendlichen heutzutage sagen würden: zu chillen. “Chill doch mal die Basis, Alter” ist eine häufige Redewendung in bestimmten Kreisen. Statt zu chillen, zu entspannen oder sonst wie sich eine Pause zu gönnen, sollten wir lieber dazu übergehen unsere Kraft zu investieren. Auf diese Weise werden wir nämlich energiegeladener und unser Alltag stresst uns immer weniger.  Kraft, die wir positiv nutzen, kehrt zu uns zurück. Kraft, die wir negativ nutzen, verlieren wir. Spenden wir Frieden, in Bezug auf Streitigkeiten oder gesellschaftliche Konflikte und Unruhen, erhalten wir Ruhe. Was im Kleinen funktioniert, überträgt sich so Schritt für Schritt auch aufs Größere. Sind wir kreativ, erfreut oder engagiert, denken wir meist nichts. Unser Unterbewusstsein nimmt es nur passiv wahr, kommentiert es aber nicht positiv.

Passivität oder die Kunst des Wartens

Haben Sie gelernt zu warten? Diese Zeit bis man an der Kasse seine Waren auf das Band legen kann, nutzen viele mittlerweile, um auf dem Smartphone seine Nachrichten zu prüfen oder zu schreiben. Ruhe und Entspannung an dieser Stelle: Fehlanzeige! Warten wir daher geduldig und keifen uns dabei nicht an, könnte das Anstehen an der Kasse schon fast zur seeligen Ruhe werden. Auf diese Weise verlassen wir unser tägliches Hamsterrad. Meditativ würde es in Gänze, wenn wir uns dabei auch noch auf uns selbst und auf den eigenen Atem konzentrieren.

Den perfekten Menschen gibt es nicht

Wir müssen nicht alles verstehen, was uns die Medien und Mitmenschen mitteilen möchten. Denn auch, wenn uns unsere Mitmenschen wichtig sind, wir sie womöglich lieben möchten, sollten wir Ihnen doch den Freiraum lassen, Sie nicht ständig rational betrachten zu wollen. Hören wir auf, uns selbst zu quälen, wir sind heutzutage alle individuell und als solche sollten wir uns betrachten, anstatt uns für unser Handeln, unsere Haltung oder unsere Bedürfnisse zu schämen. Wenn wir selbst erkennen, wie gut wir sind, dann ist es auch möglich, das positive in anderen Personen zu sehen. Dies gilt übrigens auch für jene Mitmenschen, die ihre Kinder als zu quirlig, zu neugierig und zu aktiv betrachten.

“Die innere Ruhe KANN MICH MAL”: Ein Fazit

Fabrice Midal hat über sein Buch selbst gesagt: “Ich wende keine bestimmte Technik an. Ich halte mich nicht an irgendwelche Gebrauchsanweisung. Ich meditiere gerade deswegen, um mich von meinen inneren Handlungsanweisungen zu befreien.”

Dieses merkt man, wenn man sein Buch liest. Der Autor gibt darin keine Handlungsanweisungen wieder, sondern Erfahrungen. Das macht das Lesen dieses Buches vom Stil her, sehr angenehm und doch speziell, denn obwohl es ein Ratgeber ist, gibt er keine Ratschläge. Viel mehr führt er den Leser auf Spurensuche nach sich selbst und zu seinen eigenen Möglichkeiten.

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"Die innere Ruhe KANN MICH MAL - Meditation radikal anders" von Fabrice Midal
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