Perfektionismus – Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben von C. Altstötter-Gleich & F. C.M. Geisler

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Perfektionismus ist ein Begriff der vielen nicht unbekannt ist. Das gleichnamige Buch “Perfektionismus – Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben” von C. Altstötter-Gleich & F. C.M. Geisler befasst sich mit den unterschiedlichen Formen des Charaktermerkmals. Denn Perfektionismus ist keinesfalls ungewöhnlich, dennoch gibt es viele Ausprägungen, die jeden von uns in unterschiedlicher Stärke treffen kann. Gleichzeitig, mit der unterschiedlichen Stärke, kann Perfektionismus auch nur einzelne Bereiche, oder gar das ganze Leben beeinflussen.

Gliederung der Kapitel

Das Inhaltsverzeichnis ist so aufgegliedert, dass die Kapitel der ersten 48 Seiten die verschiedenen Arten von Perfektionismus vorstellen. Jedes einzelne Kapitel grenzt sich dabei nicht nur von seinem Vorgänger ab, sondern potenziert auch die Ausprägung dessen. Tatsächlich ist als erstes Kapitel eine Einleitung gewählt worden, die zunächst abgrenzt, was Perfektionismus eigentlich bedeutet und das es nicht unbedingt eine psychologische Auffälligkeit darstellen muss, aber kann. Das Kapitel “Perfektionismus – was genau ist das eigentlich?” differenziert die einzelnen Ausprägungen von einer leichten normalen bis hin zu einer klinisch relevanten Form. Gleichzeitig beschäftigt dieses erste Kapitel in einem weiteren Unterpunkt mit der Frage, ob die Ansprüche von klinisch relevanten Perfektionisten womöglich zu hoch sind. In einer vorangegangenen Zwischenfrage wurde auch schon die Frage aufgeworfen, ob es auch einen positiven Perfektionismus geben kann.

Erst im Anschluss an die zweite Zwischenfrage wird dann zwischen gesunden und ungesunden Perfektionismus differenziert. Hierbei wird im Folgenden der Begriff des Perfektionismus problematisiert und in Beziehung zu äußeren Betrachtung gebracht. Anschließend wird über die Entstehung und die therapeutischen Maßnahmen bezüglich des Perfektionismus informiert. Tatsächlich ist der Perfektionismus im Rahmen einer Psychotherapie behandelbar. Allerdings gibt es bei leichteren Formen auch schon Anregungen, wie man im Alltagsleben eine Art Hilfe zur Selbsthilfe herstellen kann. Zu guter Letzt wird aber auch noch dargestellt, dass es auch eine unproblematische Form von Perfektionismus gibt.

Perfektion und Perfektionismus

Diese beiden Begriffe sind eigentlich nahe zu identisch und doch, ist der Begriff des Perfektionismus gegenüber dem Begriff der Perfektion, ein abstrakterer. Ursächlich dafür ist, dass der Begriff der Perfektion im regulären Alltag der Menschen genutzt wird, der Begriff des Perfektionismus eher ein klinischer ist. Dieses Buch gibt sich größte Mühe beide Begrifflichkeiten voneinander zu unterscheiden oder gar abzugrenzen. So dass letztlich nur vom Begriff des Perfektionismus die rede ist. Schade, denn auf diese Weise erweckt das Buch den Eindruck, dass Perfektion immer krankhafte Züge annimmt. Das dies zum Teil gar nicht so weit ausreichend ausgeprägt ist, ist dabei bei den Autoren möglicherweise ein wenig untergegangen.

Ein Ratgeber für Alle, die denken, dass der Perfektionismus ihr Leben bestimmt

Konkret müsste man diesen Ratgeber der eigentlich eine Hilfe zu Selbsthilfe darstellt, all jenen empfehlen, die denken, dass der Perfektionismus ihr Leben bestimmt. Geht es nur darum, ein möglichst gutes Ergebnis in angemessener Zeit zu erreichen, so könnte es bereits helfen, einen anderen Blickwinkel einzunehmen. Für all jene ist dieses Buch jedoch eigentlich zu klinisch. Dennoch bietet es sich grundsätzlich für alle am Thema interessierten Leser an, um grundlegende Kenntnisse zu erlangen und das eigene Verhalten richtig einschätzen zu können.

Über die Autorinnen

Dr. Christine Altstötter-Gleich ist Psychologin an der Universität Koblenz-Landau. Dort lehrt sie Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik und fortscht seit Jahren zum Perfektionismus und seinen Folgen. (Quelle: Autorenbiografie)

Dr. Fay C.M. Geisler ist Psychologin und psychologische Psychotherapeutin. An der Universität Greifswald lehrt sie Persönlichkeitspsychologie und forscht zur Selbstregulation und Selbstkontrolle. (Quelle: Autorenbiografie)

Fazit

Ein gutes Buch für Leser, die sich dem Begriff Perfektionismus grundlegend nähern wollen. Jedoch nicht unbedingt, um einen vollständigen Überblick in alle damit verbundenen Ausprägungen zu erlangen. Das der Perfektionismus das Leben bestimmt, mag bei einigen stärkeren Formen stimmen. Nicht jedoch für schwächere Formen, die einfach einmal sagen wollen, “Das habe ich aber gut gemacht.”

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Perfektionismus - Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben von C. Altstötter-Gleich & F. C.M. Geisler
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