“STRESS – ein Lebensmittel” von Urs Willmann

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4 min read

Stress – ein Lebensmittel” von Urs Willmann setzt sich mit einem Thema kontrovers auseinander, das sonst normalerweise nur kritisch beleuchtet wird. Das Thema Stress liegt heute mehr denn je in aller Munde. Woran es liegt, ist relativ leicht festzustellen. Unsere Welt ist schnelllebiger, adrenalinhaltiger und insgesamt turbulenter. Das Wort Stress habe ich an dieser Stelle bewusst vermieden, denn Stress ist nicht unbedingt negativ, geht man nach Urs Willmann, der zahlreiche Studien und Definitionen zu Rate zog, um sich dem Thema zu nähern. Sie möchten mehr über dieses Buch erfahren?

Über den Autor

Urs Willmann wurde 1964 im schweizerischen Winterthur geboren. Seit nun 17 Jahren arbeitet er als Wissenschaftsredakteur bei der Wochenzeitung »Die Zeit«, wo er zeitweise sogar als stellvertretender Ressortleiter im Ressort »Wissen« tätig ist. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich aus eigenem Interesse wie auch aus Recherchegründen mit dem Thema Stress. Er selbst sei, so sagte er einmal, ein Energiejunkie, der leidenschaftlich arbeitet und extreme sportliche Herausforderungen sucht. Am liebsten läuft er Marathon oder ist in den Bergen unterwegs.

Über das Buch

»»Leben ist Stress, Stress ist Leben.« Psychologen, Hirnforscher und Mediziner sind sich längst einig: Ein Leben ohne Stress ist nicht möglich und nicht wünschenswert. Denn Stress macht glücklich, gelassen und stark – im Beruf und in der Freizeit, an der Börse und in der Kita, im Sport und in der Liebe.« (Klappentext)^

Doch wenn sich Forscher, Wissenschaftler und Mediziner einig sind, warum ist es dann immer noch nicht in der Praxis angekommen? Tatsächlich müsste man davon ausgehen, dass es dort längst angekommen ist. Dennoch raten Experten, Stress zu reduzieren. Gemeint ist jedoch nicht, den gesamten Stress zu reduzieren, sondern lediglich den Negativ-Stress, den sogenannten Disstress, zu reduzieren. Der Eustress ist dringend zu suchen. Das Problem dabei ist, dass die konkrete Unterscheidung zwischen Dis- und Eustress in den Köpfen der allgemeinen Bevölkerung noch lange nicht angekommen ist. Tatsächlich bedeutet Stress im positiven Sinne nämlich nichts anderes, als eine Herausforderung zu suchen, etwas, das wir in unserem Alltag eigentlich brauchen, um vorwärts zu kommen.

Ohne Herausforderungen fehlt unserem Leben das Salz in der Suppe. Meiden wir Herausforderungen, bleiben wir im Zustand eines Neugeborenen und sind nicht lebensfähig. Ohne eine gehörige Portion Stress wären wir also schon bald ausgestorben. Ist es das, was wir wollen, wenn es um Stressreduktion geht? Wünschen wir uns ein Leben ohne Spaß, ohne Spannung, ohne Stress? Dann sollten wir nicht den Stress meiden, sondern das Leben selbst. Was wir brauchen, sind Herausforderungen in einem vertretbaren Maß, wir wachsen an ihnen, richten uns auf und leben. Mit jedem Wachstum, mentaler wie körperlicher Natur, brauchen wir die nächsthöhere Herausforderung. Zunächst erscheint uns jede Herausforderung unlösbar. Doch wenn wir uns eine Weile mit ihr beschäftigen und sie in einzelne Schritte zerlegen, wird sie lösbar. Und alles, was wir wissen oder leisten, gestattet uns letztlich die nächsthöhere Herausforderung. Wir selbst sind es dabei, die uns mit unseren Stressvermeidungsstrategien selbst im Wege stehen. Wer in seinem Alltag weniger negative Stresselemente haben möchte, sollte den Stress zunächst bewusst erleben. Was ist für Sie persönlich ein negativer Reiz? Was sorgt dafür, dass Sie sich unwohl fühlen? Eben jenen negativen Trigger, jenen negativen Auslöser gilt es zu vermeiden. Positiven Stressfaktoren sollten Sie jedoch bewusst steigern. Nur so fühlen Sie sich wieder vollständig, ausgeglichen und insgesamt wieder wohl in Ihrer Haut.

Fazit

Das Buch von Urs Willmann gibt sicherlich viele Informationen zu diesem Thema. Jedoch ist es das erste Buch, soweit mir bewusst, welches sich im positiven Sinne mit Stress auseinandersetzt. Es ist das erste Buch, das bewusst nicht nur sagt, Stress sei Schuld an zu hohem Blutdruck, an Blutzucker und Herzinfarkt. Auch Schlaganfall wäre eine Folge von Stress. All das mag stimmen, das Buch streitet es gar nicht ab, nur gibt es eben auch die positive Seite von Stress. Das Buch selbst ist weniger ein Ratgeber als ein Informationsgeber. Es sagt nicht, vermeide. Es sagt, informiere dich. Entscheide selbst. 

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